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Es ist bekannt, dass die Leukozyten für
Immunabwehr des Organismus verantwortlich sind, und zwar die T-Lymphozyten.
Alle Mediziner - vor allem die Onkologen - kennen die Probleme bei
Krebspatienten mit stark verminderter Leukozytenanzahl; manchmal ist diese
so niedrig, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, Fieber als Reaktion
zu erzeugen.
Vielleicht sollten die Onkologen in
einer anderen Richtung forschen, denn natürliches Tageslicht mit seinen
physiologisch aktiven UV-Anteilen wirkt positiv auf alle endokrinen Drüsen
einschließlich der Thymus-Drüse, die für die Induktion der Bildung der
T-Lymphozyten verantwortlich ist. Im schon erwähnten Buch von Prof. Hollwich
wird über die Stimulierung der erythrozytenbildenden Organe- Knochenmark und
Milz – zur Erythrozytenneubildung nach Blutverlusten berichtet.
Anämie bei Krebspatienten ist sehr
bekannt. Auch der Blutverlust bei operativer Entfernung des Krebstumors darf
man nicht unterschätzen, zumal der Organismus schon durch das Krebsgeschehen
belastet ist. Wäre der Einsatz des natürlichen Tageslichts bei
Krebspatienten vor allem nach schweren Eingriffen nicht einen Versuch wert?
Tageslicht
vermindert Stresswirkung
Frederic Vester berichtet in seinem Buch
„Phänomen Stress“ über interessante Experimente betreffend „Streß und
Krebs“. Dabei wurden u.a. folgende Ergebnisse erzielt:
92% Brustkrebs bei Versuchstieren unter
Streßeinwirkung,
7% Brustkrebs ohne Streßeinwirkung.
Von verschiedenen Autoren, so z.B. Prof.
Hollwich, Zamkova et al, wurde Antistreßwirkung von natürlichem
Tageslicht nachgewiesen. Das konventionelle künstliche Licht ist als
Streßverursacher bekannt. Sollte es sich deshalb lohnen, der Frage einer
Antistreßwirkung des natürlichem Tageslicht zur Krebsprophylaxe nachzugehen?
Vester meint sogar, dass die äußeren Sreßfaktoren die Tumorbildung stark
fördern und diese Umwelteinflüsse während des Krebsgeschehens den Verlauf
der Krankheit entscheidend mitbestimmen können.
Aus dem Buch „Wendezeit“ von Fritjof
Capra sind die Arbeiten von Carl Simonton über Zusammenhänge von Streß und
Krebs ausführlich berichtet.
Simonton bestätigt, dass Streß eine
entscheidende Rolle bei Krebsentstehung und dessen Wachstum spielt.
Simontons Arbeiten und Studien machen die Existenz von kanzerogenen Stoffen
und Umwelteinflüssen unbestreitbar.
Jedoch Streß allein lässt in einem
intakten Organismus noch keinen Krebs entstehen.
Damit überhaupt die im Körper
aufgenommenen kanzergonen Stoffe die Zellen schädigen können, müßte eine
zweite entscheidende Voraussetzung vorhanden sein. Dies sei, nach Simonton,
einzig und allein „ein zusammengebrochenes Immunsystem“. Das heißt,
diese beiden Faktoren müssen zusammenwirken: kanzerogene Stoffe im
Organismus und Zusammenbruch des Immunsystems (physisch und physisch).
Die Studien betonen auch, dass Streß
eine der Hauptursachen für die Entstehung von Immundefekten bis zum
Zusammenbruch des gesamten Immunsystems sei. Die unabhängige langjährige
Studie über die Zusammenhänge zwischen Streß und Krebsgeschehen von Simonton
bestätigt die oben genannten Experimente von Vester.
Die
verhängnisvolle Rolle des Kunstlichtes
Zu diesen äußeren Streßfaktoren gehört
auch leider unsere herkömmliche Beleuchtung, die mit voller optischer
Intensität auf den Stoffwechsel und Hormonhaushalt durchschlägt. Prof.
Kükelhaus beschreibt es in seinem
Buch „Im Sog der weißen Hölle“, dass Licht nicht einfach gleich Helligkeit
ist und sagt in einer FAZ-Beilage: „Licht, über 250 W erfülle den Tatbestand
der Körperverletztung.“
Interessante
Aufschlüsse durch Versuche
Im Sommer 1959 wurde von
Dr. Ott und Dr. Jane Wrigt - der damaligen Leiterin der Krebsforschung am
BellevueMedicalCentre in New York - ein Versuch mit 15 Krebspatienten
gestartet. Diese wurden angewiesen, sich so viel wie möglich im Freien
aufzuhalten. Sie durften keine normalen Brillen oder Sonnenbrillen tragen,
und sie wurden gebeten, auf das Fernsehen zu verzichten. Am Ende der
Beobachtungszeit (Ende des Sommers) wurde festgestellt, das bei 14 der 15
Patienten der Krebs zum Stillstand gekommen war. Nur der 15. Patient hatte
sich nicht an die Anweisungen gehalten. Sein Zustand verschlechterte sich.
Im gleichen Buch
schildert Dr. Ott einen Versuch, der von dem Forschungsdirektor des Wills
Eye Hospital, Dr. Theodor W. Sery, unternommen wurde. Es wurde hierbei
Versuchsmäusen ein bösartiges Melanom (Harding-Passey) injiziert. Diese
Mäuse wurden unter Leuchtstoff- röhrenlicht (herkömmliches Licht) gehalten,
eine andere Gruppe von Mäusen wurde dagegen unter simuliertem Sonnenlicht
(vollspektrales Licht) gehalten. Dabei wiesen die unter simuliertem
Sonnenlicht gehaltenen Tiere eine verlangsamte und verminderte
Tumorentwicklung auf gegenüber den unter „normalem“ Licht gehaltenen
Tieren.
Aus alledem geht hervor,
dass ein dem natürlichen Licht angepaßtes Beleuchtungssystem
(vollspektrales Licht) die negativen Aspekte der bisherigen
Beleuchtungsanlagen wesentlich verringern kann, sie können sogar ganz
vermieden werden, was eine Prophylaxe von Krebs bedeuten kann.
Tageslicht entgiftet auch
Auch die positive
Wirkung des natürlichen Tageslichts auf die Leberfunktion ist von
verschiedenen Autoren experimentell bestätigt worden, beispielsweise der
Einfluss des natürlichen Tageslichts auf Cholesterin und den
Bilirubinstoffwechsel, u.a. bei Neugeborenen. Licht hat entgiftende Funktion
in bezug auf die Leber. Bekannt ist auch, dass die meisten bösartigen
Tumoren sich gern in der Leber metastieren. Durch die entgiftende Wirkung
des Lichts könnte die Leber in Lage versetzt werden, der Ansiedlung von
Krebstochterzellen entgegen zu wirken.
John Ott hat in seinem
Buch „Helth and Light“ ein Treffen mit der Tochter von Albert Schweitzer
beschrieben. Sie teilte ihm mit, dass es in Lambarene bei der Ankunft ihres
Vaters keine bekannten Krebsfälle gegeben habe, aber später, als es Mode
wurde, Sonnenbrillen zu tragen, um Bildung und Zivilisation zu
demonstrieren, wurden Krebspatienten registriert.
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